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Faszination Blitzlichtfotografie.

Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang

Der richtige Blitz zur richtigen Zeit

Eine Blitzaufnahme hat die Eigenschaft, alles, was es abbildet, in der Bewegung einzufrieren. Momentaufnahmen haftet im allgemeinen der Charakter des Starren, des Statischen an. Synchronisieren Sie jedoch bewegte Motive mit eigener Lichtquelle auf den zweiten Verschlussvorhang, so ist Ihr Blitz in der Lage, die Bewegung auch auf dem Bild festzuhalten. Das von Ihnen aufgenommene Motiv vermittelt dann den Eindruck von Dynamik und Geschwindigkeit.


Eine solche Aufnahme entsteht, wenn die Synchronisation auf dem ersten Verschlußvorhang liegt. Das Fahrzeug "schiebt" sein Licht vor sich her.

Bei der Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang zündet der Blitz nicht wie üblich beim Öffnen des ersten Verschlussvorhangs, sondern sein Auslösepunkt wird auf einen Sekundenbruchteil vor dem Start des zweiten Verschlussvorhangs verlagert. Arbeiten Sie dabei mit einer langen Verschlusszeit (sie sollte mindestens bei 1/30 s liegen!) und einer entsprechenden Blende, so zeichnet der Blitz durch das vorhandene Licht des Motivs einen "Lichtschweif" auf den Film. So wie beim ersten Verschlussvorhang, nur eben etwas später.


Liegt die Synchronisation auf dem zweiten Verschlussvorhang stimmt der Bewegungsablauf: Das Fahrzeug zieht das Licht hinter sich her.

Wer kennt sie nicht, die faszinierenden Aufnahmen von fahrenden Autos, die helle Lichtbahnen hinter sich herziehen. Durch das unmittelbar vor Ende der Verschlusszeit vom Blitzgerät abgegebene Blitzlicht fixieren Sie das bewegte Motiv am Endpunkt der Lichtlinien. Die Aufnahme entspricht so eher unserer Sehweise als bei Motiven, die die Licht- und Bewegungsspuren vor sich "herschieben".
Es empfiehlt sich, die Aufnahme in manueller Betriebsart der Kamera zu "schießen", da Sie hier Blende und Verschlusszeit präziser Ihrer Aufnahmesituation anpassen können. Hilfreich ist zudem der Einsatz eines Stativs, um Verwacklungen zu vermeiden.