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Faszination Blitzlichtfotografie.

Aufhell-Blitzen

Auch Licht hat seine Schattenseiten

Niemand kann der Sonne als der hellsten Lichtquelle den Rang ablaufen. Es sei denn, sie steht "falsch" am Himmel - und wenn auch nur aus der Sicht des Fotografen. Die Motive, die Sie aufnehmen möchten, befinden sich dann im Schatten oder im Gegenlicht. Um Ihr Motiv ausgewogen beleuchten zu können, empfehlen wir Ihnen, eine Frontalaufhellung mit dem Blitzgerät durchzuführen.


Wenn sie "falsch" am Himmel steht, kann die Sonne als alleiniger Lichtspender unerwünschte Schattenwirkungen verursachen


Blitzen am helllichten Tage: Dort wo die Sonne eben noch Schatten warf, hat das Blitzgerät helfend eingegriffen

Aufhellen im Automatik-Blitzbetrieb

Ermitteln Sie mit der Kamera oder einem Belichtungsmesser die notwendige Blende und Verschlusszeit für eine normale Belichtung mit vorhandenem Umlicht. Bitte achten Sie darauf, daß die Kameraverschlusszeit gleich oder länger ist als die kürzest mögliche Blitzsynchronzeit. Diese ist von Kameratyp zu Kameratyp unterschiedlich.
Nehmen wir folgende Werte an: Ermittelte Blende 8, ermittelte Kameraverschlusszeit 1/60 s. Liegt die Blitzsynchronzeit Ihrer Kamera z. B. bei 1/90 s, so können Sie die beiden gefundenen Werte problemlos einstellen. Denn die Kameraverschlusszeit ist hier länger als die Blitzsynchronzeit.
Möchten Sie in Ihrer Aufnahme den Charakter der Schatten erhalten, so haben Sie die Möglichkeit, die Aufhellung abzustufen. Dazu wählen Sie die Automatikblende am Blitzgerät eine Blendenstufe niedriger als die an der Kamera eingestellte Blendenzahl. Wurde im Beispiel Kamerablende 8 ermittelt, so wäre der korrekte Blendenwert für das Blitzgerät 5,6.

Aufhellen im TTL-Betrieb

Grundsätzlich ist im TTL-Blitzbetrieb eine Aufhellung mit dem Blitzgerät möglich. Der Effekt des Aufhellichtes ist hierbei jedoch von den Eigenschaften des jeweiligen TTL-Systems  abhängig. Durch die Verschiedenartigkeit der in den modernen Kameras integrierten TTL-Blitzsteuerungen ist es praktisch unmöglich, hierfür spezielle Anwendungsbeispiele aufzuzeigen.

Aufhellen mit manuellem Blitzbetrieb

Möchten Sie Ihr Motiv frontal aufhellen, so finden Sie auch hier zunächst mit der Kamera oder einem Belichtungsmesser die zur Blitzsynchronzeit Ihrer Kamera notwendige Blende aus. Diese stellen Sie an Kamera und auch am Blitzgerät ein. Den Beleuchtungsabstand des Blitzgerätes ermitteln Sie dann mit dem Blendenrechner Ihres Blitzgerätes oder über die  Leitzahlformel.
Werden bildwichtige Teile sowohl vom Blitzlicht als auch vom  Umlicht beleuchtet, so ist die Kamerablende um 1/2 bis 1 Blendenstufe weiter zu schließen.
Auch für die abgestufte Aufhellung wird zunächst Blende und Verschlusszeit zur Blitzsynchronzeit ermittelt und an Kamera  und Blitzgerät eingestellt. Den Beleuchtungsabstand stellen Sie  auch hier über den Blendenrechner Ihres Blitzgerätes oder über  die Leitzahlformel fest. Beachten Sie aber, dass Sie die ISO-Zahl am Blitz verdoppeln müssen.
Verwenden Sie ein Blitzgerät, das wie z.B. der Metz mecablitz 58 AF-2 digital seine Energie in Teillichtleistungen abgeben kann, dann können Sie den Aufhelleffekt gezielter einsetzen und feiner dosieren.