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Faszination Blitzlichtfotografie.

Portraitaufnahmen

Aus Licht mach Leben

Wird ein Mensch im Portrait  aufgenommen, dann sieht er oftmals - was seine Anmutung angeht -  so flach aus wie das Fotopapier selbst. Der Fotograf hat versäumt, ihn durch die strategisch günstige Plazierung der Lichtquellen in die Dreidimensionalität zu erheben.
Wie Sie Ihre Blitzgeräte sinnvoll anordnen, um Ihr Modell plastisch gestalten zu können, zeigt Ihnen folgende Aufnahmesituation: Ein Portrait soll mit zwei Blitzgeräten ausgeleuchtet werden. Dabei strahlt der Lichtsaum eine Blendenstufe stärker als das Hauptlicht. Ihr Film weist eine Empfindlichkeit von ISO 100/21° auf, im Einsatz haben Sie Blitzgeräte mit jeweils der Leitzahl 58.

Einstellung im manuellen Betrieb

Die Lichtabstrahlung eines Blitzgerätes auf das Motiv verändert sich logischerweise dann, wenn man seinen Abstand gegenüber den anderen Blitzgeräten vergrößert bzw. verkleinert. Dabei besteht zwischen den einzelnen Lichtquellen folgende Beziehung:

Beleuchtungsabstand x 0,7 Verstärkung um 1 Blendenstufe
Beleuchtungsabstand x 0,5 Verstärkung um 2 Blendenstufen
Beleuchtungsabstand x 1,4 Verminderung um 1 Blendenstufe
Beleuchtungsabstand x 2,0 Verminderung um 2 Blendenstufen

Auf unsere Aufnahmesituation angewandt, bedeutet dies bei einer gewählten Kamerablende von 8:
Abstand des Hauptblitzgerätes für die Kamerablende 8:
Leitzahl 58 : Blende 8 = 7,25m
Abstand des Saumlichtblitzgerätes für eine Blendenstufe:
stärker:  7,25m x 0,7 = 5m

Die für normale Raumverhältnisse relativ großen Beleuchtungsabstände lassen sich durch Verwendung von Teillichtleistungsstufen am mecablitz verringern. Viele Metz mecablitz Geräte sind mit derartigen Teilichtleistungsstufen ausgerüstet.


Hier wurde das Blitzgerät von der Kamera entfernt und auf der rechten Seite des Modells aufgestellt


Dieser Effekt entsteht, wenn sich ein Blitzgerät hinter dem Modell befindet und ein zweites rechts daneben

Einstellung der Automatikblitzgeräte

Arbeiten Sie mit Automatikblitzgeräten, so entfällt der Zwang, die Blitzgeräte in einem genau berechneten Abstand aufzustellen. Sie können sie beliebig innerhalb der Arbeitsbereiche der eingestellten Automatikblenden anordnen.
Für die Arbeit mit der Automatikblende gilt für die Lichtleistung der einzelnen Blitzgeräte im Verhältnis zueinander folgende Regel:

Gleiche Automatikblendenzahl und Bezugsblendenzahl = Normalbeleuchtung
Größere Automatikblendenzahl als Bezugsblendenzahl = stärkeres Licht
Kleinere Automatikblendenzahl als Bezugsblendenzahl = schwächeres Licht

Auch hier ist die rechnerische Bezugsblende die Kamerablende.  Deshalb müssen Sie bei einer gewählten Kamerablende von 8 folgende Einstellungen vornehmen:

Hauptleuchte:Automatikblende 4, Beleuchtungsabstand: 0,1 ..... 14,5 m
Leuchte für Lichtsaum:Automatikblende 8, Beleuchtungsabstand: 0,1 ..... 7,25 m

Beachten Sie aber, dass Sie Ihre Blitzgeräte so platzieren, dass diese sich nicht gegenseitig in den Sensor blitzen. Ihre Lichtquellen würden sich dadurch vorzeitig abschalten.
Zünden Sie Ihre Blitzgeräte entweder über ein Synchronkabel oder auch kabellos mit dem Servoblitzauslöser mecalux 11 von Metz. Schützenhilfe für eine einfache Handhabung bei der Aufnahme bekommen Sie durch das ferngesteuerte Remote-TTL-Blitzsystem. Beachten Sie dazu bitte unseren Tipp "Entfesseltes Blitzen".
Moderne Blitzgeräte verfügen im manuellen Blitzbetrieb über Teillichtleistungsstufen. Damit lässt sich die Verstärkung bzw. Minderung der Blitzstärke in einfacher Weise ohne Veränderung des Blitzabstandes ausführen. Auch Arbeiten mit kleinen Blitzabständen ist damit kein Problem.