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Faszination Blitzlichtfotografie.

Stroboskop-Blitzen

Kamera "sieht" mehr als menschliches Auge


Das menschliche Auge ist bei der Wahrnehmung schneller Bewegungen mit einer gewissen Trägheit behaftet. Der Blick für Präzision und Detailgenauigkeit eines Bewegungsablaufes - bei sportlichen Leistungen für die Muskelanspannung einer jeden hundertstel Sekunde - ist uns verstellt. Nicht aber Ihrer Kamera.
Denn im Stroboskop-Betrieb zündet der Blitz mehrmals während einer einzigen Aufnahme und bannt so mit Hilfe von Teillichtleistungen die Bewegung als Sequenz ihrer einzelnen Phasen auf das Filmmaterial.

Je nachdem, wie grob oder fein Sie den Bewegungsablauf aufsplittern möchten, legen Sie fest, wie viele Blitze pro Aufnahme gezündet werden sollen. Beim Metz mecablitz 58 AF-2 digital z. B. können Sie zwischen 2 und 50 Blitzen wählen. Anschließend teilen Sie Ihrem Blitzgerät die Blitzfrequenz mit, d. h. die Zeit, in der die Blitz-Serie abgegeben werden soll. Angenommen, Sie möchten einen Tennis-Aufschlag fotografisch in 10 Phasen festhalten, dann stellen Sie zunächst fest, wieviel Zeit der Aufschlag in Anspruch nimmt. Zieht der Spieler den Schläger z. B. in 2 Sekunden durch, dann errechnen Sie die Blitzfrequenz über folgende Formel:

Bildfrequenz = Anzahl der Phasen : Dauer der Bewegung = 10 : 2 = 5 Blitze/Sekunde

Achten Sie darauf, dass Sie bei der Stroboskop-Aufnahme mit einer ausreichend langen Kamera-Verschlusszeit arbeiten. Dazu ist in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Blitzgerätes auch eine entsprechende Tabelle enthalten.

Verwenden Sie einen Metz mecablitz 58 AF-2 digital oder 76 MZ-5 digital, so wird im Display die zu den eingestellten Daten gültige Entfernung angezeigt. Stimmt die angezeigte Entfernung mit der tatsächlichen Entfernung nicht überein, so kann durch Änderung der Teillichtleistung oder der angezeigten Blende die Übereinstimmung hergestellt werden. Der angezeigte Blendenwert ist an der Kamera einzustellen.
Um eine Überbelichtung des unbewegten Hintergrundes zu vermeiden, sollte dieser sehr dunkel oder sehr weit vom bewegten Objekt entfernt sein. Die besten Bildergebnisse erreichen Sie bei geringem Umgebungslicht.